Geschichte und Gegenwart

Altarraum

Der Ort Altwarmbüchen ist zwar bereits über 800 Jahre urkundlich bekannt, aber erst durch die steigende Einwohnerzahl nach dem 2. Weltkrieg wurde es notwendig eine eigene selbständige Kirchengemeinde in Altwarmbüchen zu gründen. Bis dahin waren die Gemeindeglieder Teil der St. Nikolai-Kirchengemeinde in Kirchhorst (seit 1965 mit einem eigenen kleinen Gemeindehaus). Im Umfeld gab es in Isernhagen KB noch die St. Marien Kirche mit ihrer Gemeinde. Die offizielle Selbständigkeit der evangelischen Gemeinde in Altwarmbüchen erfolgte am 1. Januar 1969. Heute besteht unsere Kirchengemeinde aus ca. 3300 Gemeindegliedern.

Der kleine Gebäudekomplex, der für alle Veranstaltungen und Gottesdienste genutzt wurde, konnte dank der wachsenden Gemeindegliederzahl bald um ein modernes Kirchengebäude und ein Pfarrhaus erweitert werden. Beide wurden 1971 eingeweiht. 1983 konnte der noch fehlende Kirchturm mit Glockengeläut fertig gestellt werden.

Die Kindertagesstätte für die Altwarmbüchener Kommune entstand ebenfalls 1969 unter der Trägerschaft der “Kirchengemeinde Altwarmbüchen”. Nachdem das Gebäude der Kita "Die Arche" den Anforderungen der wachsenden Gemeinde nicht mehr erfüllen konnte, wurde 1990 am heutigen Standort das neue Gebäude eingeweiht.

Zu ihrem 20. Jubiläum erhielt die “Kirchengemeinde Altwarmbüchen”, wie sie sich bis 1989 nannte, den Namen “Christophorus-Kirchengemeinde”. Ein Bild des heiligen Christophorus schmückt sowohl unsere Mutterkirche in Kirchhorst als auch die St. Marien-Kirche in Isernhagen KB. Der Namenspatron ist von alters her als Schutzheiliger der Reisenden bekannt. Auch in Altwarmbüchen, am Kreuzungspunkt der neuzeitlichen großen Nord-Süd und Ost-West Verkehrswege, hat er seinen Ort in der Gemeinde gefunden.

1991 erhielt die Gemeinde eine Orgel, die vor allem durch Spenden von Gemeindegliedern finanziert wurde.

Ein zweites Pfarrhaus wurde 1992 gebaut.

Der besondere Blickfang des Kirchraumes sind die großen Panaromafenster hinter dem Altar, die den Blick in den "Paradiesgarten" öffnen. So wird die Natur mit dem Wechsel des Wetters und der Jahreszeiten mit in den Kirchraum hinein genommen.

Eine Verbindung zur Geschichte entsteht in dem modernen Raum durch das große Holzkreuz aus dem 12. Jahrhundert. Es wurde dem Altwarmbüchener Gemeindeteil bei der Loslösung von der Mutterkirche in Kirchhorst mitgegeben. Besonders auffällig ist das fehlende Gesicht der Christusfigur. Dieses soll der Überlieferung nach im 30jährigen Krieg abgeschlagen worden sein.
Weitere Elemente ergänzten den Kirchraum im Laufe der Jahre immer weiter: So kam 1996 ein von dem Künstler Hilko Schomerus geschaffenes Taufbecken hinzu. In seinem Fuß sind biblische Motive zu sehen. Die irdische Welt ist symbolisch durch die Himmelsleiter mit dem darüber schwebenden Himmel verbunden. 2006 wurde ein Fürbittleuchter angeschafft. Ihn gestaltete, wie bereits das kleine Altarkreuz, Andreas Kasparek: Eine Kugel auf der in verschiedenen Ebenen Teelichte abgestellt wer-den können, die zuvor am zentralen Licht entzündet werden. Alle Gebete vertrauen auf das eine Licht in unserer Mitte, Jesus Christus. In den Jahren 2010 und 2011 konnte durch Spenden finanziert Altar und Lesepult ersetzt werden. Beide wurden von Wladimir Rudolf gestaltet.

Da die Gemeinde mittlerweile wieder nur noch eine Pfarrstelle und eine halbe Diakonenstelle hat, wurde das ältere Pfarrhaus von 2008 bis 2014 als Außenstelle der Kindertagesstätte für eine Krippengruppe genutzt.